Protokoll JHV - Biologische Schutzgemeinschaft - Vereinigung für Natur- und Umweltschutz zu Göttingen e. V.

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Protokoll JHV

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Protokoll der Jahreshauptversammlung der Biologischen Schutzgemeinschaft e.V. am 17.01.2019 um 19:30 Uhr im Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum, Geiststraße 2

 
TOP 1
 
Begrüßung durch Hans Günter Joger

 
TOP 2
 
Genehmigung der Tagesordnung: einstimmig; Genehmigung des Protokolls der JHV 2018: einstimmig; die Versammlungsleitung übernimmt Waltraud Gradmann; das Protokoll übernimmt Eckhard Gottschalk.

 
TOP 3
 
Jahresbericht 2018
 
-       Elsbeere: zum Gedenken an Reinhard Urner hat die Gemeinde Gleichen eine Feierstunde an der Elsbeere auf dem Kleinen Knüll mit vielen Gästen ausgerichtet. Bürgermeister Manfred Kuhlmann hielt eine Ansprache und Ratsfrau Bärbel Gerries enthüllte die Gedenk-Plakette vor dem Baum. Die Elsbeere hat dank vieler zig Liter Wasser den trockenen Sommer überlebt.

 
-       Rebhuhn: Das Rebhuhnschutzprojekt wird von zwei Institutionen getragen, BSG und Abt. Naturschutzbiologie der Uni Göttingen. Im Moment liegt der organisatorische Schwerpunkt  bei der Uni. Im Rahmen eines EU-Interreg-Projektes haben wir zwei Demonstrationsgebiete angelegt mit sehr vielen Lebensraumaufwertungen. Eines liegt am Stadtrand von Göttingen (Feldmark Geismar/Diemarden), das andere um Nesselröden im Eichsfeld. In beiden Gebieten wurden zusätzlich große Blühflächen angelegt und für Brachen eine späte Mahd vereinbart, so dass gleich am Stadtrand über 10% der Ackerfläche in neue Aufwertungsflächen umgewandelt wurden. Wir begleiten mit einem Monitoring der Brutvögel, der Feldhasen und im Rahmen von Abschlussarbeiten auch der Insekten.

 
-       Stand des Gerichtsverfahrens: Voraussichtlich im Mai wird unsere Klage vor dem Verwaltungsgericht Göttingen mündlich verhandelt. Wir hoffen auf einen guten Ausgang.

 
-       Pilze: Seit 2009 läuft das Monitoring „Wiesenpilze“ auf über 30 Flächen in Stadt und Landkreis. Das Manuskript für die Publikation als Sonderband der GNS ist fast fertig, Fachleute haben schon im Voraus durchweg positive Resonanz gezeigt. In 2018 sind wegen der anhaltenden Trockenheit eher Funde in Feuchtgebieten nachgewiesen, insgesamt 40 Arten Wiesenpilze, darunter Rote-Liste-Arten und Neufunde für Niedersachsen.

 
-       Laubfrosch: Die Werfekuhle mit dem ursprünglichen Vorkommen des Laubfrosches war im Sommer ganz ausgetrocknet, auch die von uns neu gebaggerten Teiche. Dies ist positiv, weil dadurch Fressfeinde des Laubfrosches reduziert werden. Ein vierter Teich soll gebuddelt werden. Im Sommer gab es 60 – 70 rufende Männchen, trotz Trockenheit konnten sich die Larven aber noch entwickeln.

 
-       Beweidungsprojekt: Drei neue Flächen sind hinzugekommen u. a. Pfingstanger mit Linum tenuifolium. Die Fläche „Plantage“ im Bratental wurde an einen Landwirt mit Rinderbeweidung abgegeben. Die Beweidung mit Schafen und Ziegen entfernt effektiv viele Gehölze. Die Flächen werden in ca. 4 Parzellen gezäunt, damit sich das Blütenangebot für Wildbienen rotierend erholen kann.

 
-       Pflegeeinsätze: Dank an die fleißigen Helfer, auch aus den befreundeten Verbänden RüRiGs, Heimatverein Nikolausberg und Groß Schneen, Gemeinde Herberhausen, AHO und NABU Hann.-Münden. Die Pflegeeinsätze fanden z. T. in Verbindung mit dem Wildbienenprojekt statt. Auf dem Einzelberg wurde eine neue Wildbienenart für Niedersachsen gefunden. Pflegeflächen: Schweckhäuser Wiesen, Drakenberg, Ellershagen, Quellsumpf Harste und Jühnde, Reiffenhausen, Steinbergwiesen und das Kerstlingeröder Feld (hier zusammen mit allen Verbänden über 40 Teilnehmer). Im Sommer sind Exkursionen zu den Pflegeflächen geplant.

 
-       AK Wildbienen: Schwerpunkte: Erfassung von Wildbienen, Umweltbildung, Einbinden von Studierenden mit Artenkenntnis, verstärkter Fokus auf Wildbienen bei Pflegeeinsätzen, Exkursionen, Nisthilfen erneuern, Schilder (z. B. Botanische Gärten), Vorträge evtl. mit Film. Es gibt einen mail-Verteiler suedniedersachsen@netzwerk-wildbienenschutz.de

 
TOP 4
 
Kassenbericht: Bei den Pflegeeinsätzen sind in 900 Arbeitsstunden mehr als 5.000 € erwirtschaftet worden.  8.500 € gingen als Spende ein (die BSG ist arbeitsfähig geblieben, Dank!). Es gibt 14 neue Mitglieder, damit ist der Gesamtstand 156 Mitglieder. Der Kassenstand beträgt ca. 45.000 €, in 2018 mit 46.000 € Einnahmen und 53.000 € Ausgaben, hier stehen aber noch zugesagte 11.000 € Bingo-Stiftungsgelder aus. Insgesamt sind damit die bedingten Darlehen und Verbindlichkeiten in Höhe von 47.000 € gedeckt. Es wurden drei Projekte abgeschlossen, keine neuen Projekte begonnen, es war ein Jahr des sehr sparsamen Wirtschaftens.

 
TOP 5
 
Bericht der Kassenprüfer: Die Kasse ist ordentlich und ohne Lücken geführt, alle Belege sind vorhanden, die Handkasse ist in gutem Zustand.

 
TOP 6
 
Die Kassenprüfer beantragen die Entlastung des Vorstands: Entlastung einstimmig mit 5 Enthaltungen. Der gesamte Vorstand tritt zurück.

 
TOP 7
 
Neuwahl des Vorstands: Die Wahlleitung übernimmt Johannes Thiery (einstimmig, 1 Enthaltung). Alle Mitglieder des alten Vorstands kandidieren wieder, Waltraud Gradmann zusätzlich als Schatzmeisterin, und Bettina Mahrt (Master Biologie) als erweiterter Vorstand.
 
Abstimmung: 1. Hans Günter Joger, geschäftsführender Vorstand, einstimmig, eine Enthaltung; 2. Waltraud Gradmann, geschäftsführender Vorstand und Schatzmeisterin, einstimmig, eine Enthaltung; 3. Fionn Pape, geschäftsführender Vorstand, einstimmig, eine Enthaltung; 4. Kai Cormann, geschäftsführender Vorstand, einstimmig, eine Enthaltung; 5. Friederike Siegel, geschäftsführender Vorstand und Schriftführerin, einstimmig, eine Enthaltung; 6. Bettina Mahrt, erweiterter Vorstand, einstimmig, eine Enthaltung.
 
Alle Kandidaten nehmen die Wahl an.

 
TOP 8
 
Wahl eines Kassenprüfers: Barbara Nicklas-Althaus wird vorgeschlagen und einstimmig mit einer Enthaltung gewählt, sie nimmt die Wahl an.

 
TOP 9
 
Verschiedenes: 1. Kirschenbestand Streuobstwiese Reckershausen zu einem großen Teil abgängig (LK-Fläche), Nachpflanzen ja, aber wer übernimmt die Pflege (Pflege ist wichtiger als Nachpflanzen)?
 
2. Strauchschnitt auf der Steinbruchsohle Reckershausen, BSG kümmert sich um eine Brenngenehmigung.
 
3. Geräte sind teilweise in schlechtem Wartungszustand, Kai Cormann und ein Student kümmern sich weiterhin, Ausprobieren eines neuen Wartungsbetriebs in Duderstadt. Eine neue Elektromotorsense wird angeschafft.
 
4. Ändert sich die Zahl der Pflegeflächen mit zunehmender Zahl von Helfern? Ja, die BSG nimmt neue Flächen dazu z. B. im Raum Scheden. Vorschlag: Beweidung im Steinbruch Ischenrode, ist mit Vorbereitung zur Beweidung und der Herde von Kai Cormann möglich.

 
Die Sitzung endet um 21.05 Uhr.
 
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